Im Jahr 2017 legen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und die KBV den Fokus auf die Leistungsfähigkeit der ambulanten Versorgung. Die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten betreuen ihre Patienten wohnortnah in über 100.000 Praxen. Und das bei steigender Nachfrage und längst nicht immer einfachen Rahmenbedingungen. Das klare Bekenntnis in Richtung Patienten lautet: „Wir arbeiten für Ihr Leben gern!“

„Wer auswandert aus Deutschland, möchte unsere Gesundheitsversorgung am liebsten mitnehmen. Denn die freie Wahl des behandelnden Arztes oder Psychotherapeuten, eine flächendeckende Versorgung mit ambulanten Praxen sowie ein umfassender Leistungskatalog für die Versicherten sind weltweit einmalig und stellen gesellschaftlich anerkannte Grundwerte dar.“ Das hat Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) heute in Berlin erklärt. „Lange Zeit war es deshalb ein klarer Grundsatz der Politik, das Motto ‚Ambulant vor Stationär‘ zu verfolgen. Doch von diesem richtigen Weg ist sie abgekommen“, so Gassen weiter. Sein Vorstandskollege Dr. Stephan Hofmeister sagte: „Viele wissen nicht, unter welch schwierigen Rahmenbedingungen und mit wie viel Kreativität die KVen diese von allen hoch geschätzte ambulante Versorgung sicherstellen. Das werden wir erklären – und zwar bundesweit allen Bürgern.“

Anlass war die Vorstellung der neuen Plakatmotive der Kampagne „Wir arbeiten für Ihr Leben gern!“. Auf sechs Motiven zeigen niedergelassene Hausärzte, Fachärzte und Psychotherapeuten, wo sie Versorgung leisten und möglich machen: „Sei es mitten im tief ländlichen Raum oder in der Großstadt und ihren Randgebieten. Die Kernbotschaft lautet: Wir sind dort, wo uns unsere Patientinnen und Patienten brauchen“, führte Dr. Thomas Kriedel, Mitglied des Vorstands der KBV, aus. Die Plakate sind bis Ende Mai in allen Landeshauptstädten sowie auf IC- bzw. ICE-Bahnhöfen zu sehen.

Die seit 2013 laufende gemeinsame Kampagne der KBV und der KVen kennt mittlerweile jeder fünfte Bundesbürger. Eine gute Gelegenheit also, um politischer zu werden. „Dies geschieht nicht jammernd, sondern kreativ und voller Humor“, erklärte KBV-Chef Gassen.

So gehören auch großformatig gedruckte Slogans zur Kampagne. Einer davon bringt die Agenda der KBV auf den Punkt: „Wo Sie herkommen, gibt es gute Ärzte und Psychotherapeuten. Wir sorgen dafür, dass das so bleibt.“ Augenzwinkernd verkündet ein weiteres Plakat: „Es gibt tolle Krankenhäuser. Wir sorgen dafür, dass Sie nicht dorthin müssen.“

Die Plakatierung ist jedoch nur ein Teil einer ganzen Reihe von Maßnahmen, mit denen die Leistungsfähigkeit der Vertragsärzte und -psychotherapeuten in den Fokus gerückt wird. So findet vom 26. bis zum 30. Juni die „Woche der ambulanten Versorgung“ statt, mit zahlreichen regionalen Veranstaltungen der KVen sowie einem von der KBV organisierten Sicherstellungskongress. Dieser wird in Berlin am 27. und am 28. Juni stattfinden und unter anderem Diskussionsrunden bieten.

Aus der Pressemitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)

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